Rückbau der Verwahrung des Tiefen Börnichen Stollns

 

Ab etwa 1860 wurde der Tiefe Stolln als Hauptförder- und Wasserlösestolln der Grube „Vereinigt Feld bei Siebenlehn“ im Nebengestein aufgefahren. Mittels Hunteeisenbahn und einem Dampfgezeug wurde das Gestein auf die oberhalb hinter dem Dampfmaschinenschuppen liegende Halde verstürzt.

1972 wurde durch die Bergsicherung Dresden das Mundloch verwahrt und etwa 11 Meter zurückversetzt mit einem Kontrollschacht versehen, durch den der Stolln noch befahren werden konnte.

 

Ziel des Vereins war es, das Mundloch dieses Stollns dem Bild der bergbauhistorischen Anlage wieder hinzuzufügen.

 

Die Verwahrungsakte konnte im Oberbergamt Freiberg eingesehen werden und anhand historischer Risse die ehemalige Lage des Mundlochs bestimmt werden. Im Jahr 2011 wurde das Gelände vermessen und anhand eines geodätischen Festpunktes, Luftbildern, aktuellen Karten und historischen Risszeichnungen georeferenziert.

Bild:

Vermessung im September 2011

 Arbeiten im Jahr 2012

 

Aus den gewonnenen Daten wurde eine Bestandsdokumentation erarbeitet und dem Oberbergamt ein Antrag zur Genehmigung des Vorhabens vorgelegt, die Anfang des Jahres 2012 erteilt wurde.

Bild: Bestandsplan (Lageplan 1:400)

Im Juni 2012 konnte dann mit der Aufgewältigung begonnen werden. Zuerst wurde der Bereich abgesteckt und der Mutterboden abgetragen. Dann war da erst mal ein großes Loch...

Bild: Absteckung

Bild: Mutterboden abtragen

Bereits schon im März war es uns erlaubt worden in Obergruna eine mit Gneisplatten gemauerte Ruine zur Materialgewinnung für den Neubau des Stollmundlochs zurück zu bauen.

Bild: etwa 10 Kubikmeter Gneisplatten wurden an zwei Arbeitstagen gewonnen

Nun wurde in dem „Loch“ nach dem Mundloch gesucht, dass am 14. Juli 2012 auch tatsächlich an der berechneten Stelle gefunden wurde.

Bild: Loch

Bild: Graben und Suchen

Nach dem Auffinden des Mundlochs wurde eine selbst angefertigte Gewölbeschablone eingesetzt, um den Stolln aus Verkehrssicherheitsgründen etwa 8 Meter in Richtung Osten zu verlängern. Am 9. September wurde der Schlusstein gesetzt und mit der Restaurierung der Flügelmauern begonnen.

Bild: Mundlochfund

Bild: Einsetzen des Schlusssteins

Bild: Maurerarbeiten

Bild: Ansicht Ende September 2012